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Testbericht Feinwerkbau Viper 1

Test Feinwerkbau Compound-Release Viper 1

Compound-Releases aus deutscher Produktion dachten wir,
GIBT ES NICHT, Releases kommen doch prinzipiell aus den USA !
Weit gefehlt !

Durch einen Zufallstreffer im Web wurden wir Anfang des Jahres auf das Compound-Release Viper 1
der Firma Feinwerkbau aufmerksam.

Ein kurzer Check im Bogensportforum ergab, schon mal gehört, schon mal kurz gesehen aber haben noch nie
damit geschossen, außerdem ist das Teil riesengroß.
Also erst mal abgehakt und vergessen.

Bis...., ja bis wir es beim Stern-Turnier in Oberkotzau im Original besichtigen konnten.
Der erste Gedanke war, das Release ist wirklich sehr groß, schaut aber irgendwie sehr interessant aus.

Also haben wir nicht lange gefackelt und das Release telefonisch bestellt.
Schon einen Tag später war es da. Neugierig packten wir die Schachtel aus. Das Release wird in einer Kartonbox geliefert.
Der Visierkopf ist zum Schutz nochmals in einer Folie verpackt.
Was uns zuerst positiv auffiel, es gibt eine ausführliche Gebrauchanweisung in deutscher Sprache.
Dies ist gerade bei Bogensportartikeln leider nicht immer der Fall.

Dann der erste Wehrmutstropfen.

Beim Zusammenbau verzweifelt wir erst einmal, die Gewindestange die das Release mit dem Armband verbindet(siehe Bilder),
passte nicht. Das Gewinde an der Halterung am Armband war leider zu klein geschnitten.
Die erste Enttäuschung war natürlich groß, da wir geplant hatten noch am selben Tag mit dem Release zu schießen.
Ein Anruf beim Hersteller ließ uns wieder hoffen. Von wegen Servicewüste Deutschland.
Der freundliche Sachbearbeiter entschuldigte sich und versprach uns, sofort neue vormontierte Armbänder zu schicken.
Diese waren dann innerhalb kürzester Zeit bei uns. Wir konnten auch erfahren, dass dieser Fehler erkannt und seitens der
Firma Feinwerkbau nachgebessert wurde.

Vermutlich hatten wir eine „alte“ Serie erwischt.

So konnte unser Test beginnen.

Ich möchte noch voraus schicken, dass wir keine wissenschaftlichen Testmethoden anwenden und auch keine
Testgeräte zur Verfügung haben.
Dies ist ein rein subjektiver Test von aktiven Bogenschützen.

Beschreibung:

Zunächst einmal die „nackten“ Fakten.

Maße:

*Gesamtlänge ohne Handgelenkschlaufe ca.: 170 mm

*Gesamthöhe: ca.: 60 mm

*Züngel-(Abzugsverstellung) ca.: 15 mm - doch dazu später mehr.

Gewichte:

*Gesamtgewicht incl. Handgelenkschlaufe ca.: 210 gr.

*Abzugsgewicht einstellbar: 100 – 800 gr.

*Vorzugsgewicht einstellbar ca. 20 – 500 gr.

*Druckpunktgewicht ca. 80 – 300 gr.

Ein Wort zu Größe und Gewicht. Anfangs dachten wir auch, so ein riesen Teil ob das wohl gut geht.
Nach in der Zwischenzeit ca. 1000 Schuss mit dem Release stellt weder die Größe noch das Gewicht,
unserer Meinung nach, ein Problem dar.

Einstellmöglichkeiten des Releases:

*Längenverstellung

*Einstellung des Abzugshebels

Wir hatten noch nie ein Release in der Hand, das sich so vielfältig einstellen lies ohne dabei kompliziert zu wirken.
Viele der Verstellmöglichkeiten erschließen sich auf den ersten Blick ohne die Beschreibung zu lesen.
Andere sind nur mit der Anleitung zu ergründen. Dies betrifft z.B. die Einstellung des Abzugsgewichtes.

Die Einstellung der richtigen Länge erfolgt über eine Gewindestange zwischen Releasekopf und der Handgelenkschlaufe.
Durch Ein- und Ausdrehen der Gewindestange erreicht man die gewünschte Länge, anschließend wird die Gewindestange an der
Aufnahme an der Handgelenkschlaufe mit einer Mutter gekontert um ein selbstständiges Verstellen zu verhindern.

Was uns an diesem Release am meisten beeindruckt hat, sind die Verstellmöglichkeiten am Abzugshebel
(in der Beschreibung auch Abzugszüngel genannt).
Es ist möglich den Abzugshebel individuell einzustellen und zwar:

*in der Neigung, er lässt sich um ca. 15° nach oben oder unten schwenken

*die vertikale Position am Releasekopf lässt sich um ca. 15 mm verstellen

*der Abzugshebel lässt sich um seine Längsachse drehen

Siehe Bilder.

Wo bei anderen Releases die richtige Länge und Position zum Finger oft nur über eine „einfache“ Verstellung
des Abstandes Kopf zu Handgelenkschlaufe möglich ist, ist hier nochmals eine richtige Feinjustierung möglich.

Wir denken, hier findet wohl jeder die richtigen Position für den Abzugshebel.

Die Einstellung des Abzugsgewichtes:

Aufgrund seiner Einstellmöglichkeiten merkt man, das die Abzugseinheit des Feinwerkbau - Release aus dem Gewehrbereich kommt.
Was allerdings auch für den Bogensport keinen Nachteil mit sich bringt.

Einstellbar ist:

*das Vorzugsgewicht

*das Druckpunktgewicht

*der Vorweg zum Druckpunkt

*der Triggerstop

Das ganze hört sich im ersten Augenblick etwas kompliziert an, ist es aber nicht.
Nach ein paar Testschüssen erschließt sich einem sehr schnell wie das Release eingestellt werden kann.
Innerhalb kurzer Zeit findet man die für sich optimal Einstellung.
Sicher wird man beim ersten Training mit dem Feinwerkbau - Release öfter die Einstellung wechseln aber die
Grundseinstellung ist sehr schnell gefunden.

Bedienung/Handhabung::

Das Release wird über einen Spannschieber gespannt. Dieser ist an der linken Seite (Rechtshandschützen)
des Release angebracht. Durch einfaches zurückschieben mit dem Daumen wird das Release gespannt.
Um das Release einzusetzen sollte man mit einem D-Loop schießen der nicht zur kurz sein darf.

Wie bereits oben angesprochen, störte uns die Größe und das Gewicht des Releases nicht.
Es liegt angenehm in der Hand.

Das Armband:

Hier scheiden sich, wie so oft die Geister. Die Geschmäcker und das Empfinden ist eben sehr individuell.
Das Armband wird über einen Klettverschluss mit einer doppelten Sicherung verschlossen und gibt keinen Grund zur Kritik.
Sicherlich könnte die Aufnahme der Verbindungsstange zum Releasekopf (das dreieckige Teil am Armband, siehe Bilder)
etwas kleiner sein. Ich selbst komme sehr gut mit dem Armband zu recht, ein anderer Schütze in unserem Verein empfindet
es als zu groß und unangenehm.
Hier heißt die Devise, wie so oft im Bogensport, ausprobieren.
Alternative Armbänder (anderer Hersteller) gibt es zuhauf.
In einem ersten Test hat sich z.B. das Lederarmband der Fa. Overkill Labs. Inc. bewährt.

Die Verarbeitung:

Hier macht dieFirma Feinwerkbau Ihrem Namen alle Ehre.
Nichts wackelt, klemmt oder würde sonst einen negativen Eindruck hinterlassen.
Das Gehäuse ist hochwetig verarbeitet und gibt keinen Anlass zur Kritik.
Einzig die Gehäuseschrauben könnten aus Edelstahl sein, um so einen noch hochwertigeren Eindruck zu hinterlassen.
Hier haben die Konstrukteure leider nicht bedacht, das Bogensport auch im Freien und auch bei Regen stattfindet.

Besonderheiten:

Ausführung für Linkshänder

Es gibt keine spezielle Ausführung für Linkshänder, da das Release einfach gedreht und somit sowohl Links als
auch Rechts geschossen werden kann.

Der Trainingsmodus

Das Release hat eine Besonderheit, die wir bisher bei keinem anderen Release finden konnten.
Das Release kann in einen Trainingsmodus geschalten werden.
Hierbei wird ein Knopf auf der Oberseite des Releases eingedrückt.
In dieser Stellung kann das Release zwar wie beim "richtigen" Schiessen bedient werden löst aber tatsächlich nicht aus.
Das heißt der Abzugshebel kann bedient werden das Release wird auch entspannt, die Sehne wird aber nicht freigegeben.
Eine Rückmeldung erfolgt über das vertraute "Klicken" (Auslösegeräusch).
Somit ist, bei Bedarf auch ein Trockentraining ohne die gefürchteten Trockenschüsse möglich.
Eine, wie wir meinen interessante Variante und vorallem sehr hilfreich beim Einstellen des Druckpunktes.

Der subjektive Eindruck beim Schiessen:

Natürlich hat jeder Schütze einen anderen Eindruck, ein anderes Gefühl beim Schiessen.
Dies ist auch beim Nutzen eines Release so.
Schon allein aufgrund der Tatssache, daß es in diesem Bereich die verschiedensten Grundkonstruktionen gibt. Trigger,
Back Tension usw.

Daher können wir "nur" unsere Eindrücke mit dem Trigger-Release von Feinwerkbau schildern.

Das erste Anlegen des Releases gab schon ein gutes Gefühl, die Handgelenkschlaufe ist, aufgrund ihres Klettverschlusses,
gut einstellbar und passt an jeden Arm.
Die erste Längeneinstellung der Gewindestange hatten wir schon zu Hause grob vorgenommen.

Ein D-Loop war bereits an der Sehne da wir auch schon vorher mit einen Trigger-Release geschossen hatten.

Das erste Ziehen erfolgte im Trainingsmodus um die genaue Längeneinstellung zu ermitteln und auch den Abzugsfinger in
die richtige Position zu stellen.
Hier zeigten sich auch schon die ersten Vorteile der vielfältigen Einstellmöglichkeiten, gerade was den Abzugsfinger betrifft.

Gerade dieses Problem tritt ja häufiger auf:

Ist das Release, was die Länge der Gewindestange bzw. der Verbindung von Armband zu Releasekopf betrifft,
in der richtigen Position, ist der Abzugsfinger zu weit hinten.
Passte die Stellung des Abzugsfingers, ist das Release zu lang eingestellt.
Also stellten wir die Gewindestange am Release in die richtige Länge ein und verschoben den Abzugsfinger bis zur optimalen Position.
Allein diese Einstellmöglichkeit begeisterte uns und gab schon ein gutes Gefühl.
Wir mussten, was die Längeneinstellung der Gewindestange betraf keinerlei Kompromisse eingehen.

Das erste Einhängen in den D-Loop gestaltete sich dann doch etwas schwierig, was allerdings nicht am Release selbst lag,
sondern daran das wir die Jahre vorher gewohnt waren ein Zangenrelease zu schiessen.

Doch man stellt sich sehr schnell um.
Nach 20-30 Scchuß ging das Einhängen des Loops wie im Schlaf.
Das Release läßt sich einfach und ohne großen Kraftaufwand mit dem Daumen spannen.
Der Loop wird in das Release eingelegt und das Haltestück durch einfaches umlegen verschlossen.

Alle Teile sind passgenau, nichts macht einen wackeligen Eindruck. Das Haltstück schließt das Release sicher.

Ein erstes vorsichtiges Ziehen.
Klappt alles, hoffentlich löst das Release nicht vorzeitig aus ?!
Aber kein Grund zur Sorge alles funktioniert einwandfrei.

Nun das erste Auslösen.

Das Release löst in seiner Werkseinstellung unheimlich LEICHT aus.
Hier ist etwas Vorsicht geboten, vor allem wenn man ein Release gewohnt ist bei dem man "Richtig" drücken muß.
Ein kurzer leichter Druck auf den Auslösefinger und der Pfeil verläßt die Sehne.
Man hat das Gefühl (subjektiv betrachtet) das es noch nie so leicht war ein Release auszulösen.
Der breite, verstellbar Abzugshebel liegt optimal am Finger.
Das "Schießgefühl" ist überragend.

Die richtige Einstellung, gerade was das den Druckpunkt und das Abzugsgewicht betrifft, muß natürlich jeder für sich selbst finden.
Uns war die Werkseinstellung etwas zu empfindlich und wir stellten den Abzug etwas härter ein.

Unser Fazit:

Eine praxistaugliche, feinmechanische Meisterleistung !
Es macht viel Spaß mit diesem Release zu schiessen.

Alles in allen überzeugt uns das Feinwerkbau Viper 1doch sehr.

Wir habe beschlossen mit dem Release in Zukunft zu schiessen.
Die Größe des Release spielt im normalen Trainings- und Wettkampfalltag keine besondere Rolle.
Auch das Gewicht mit etwas mehr als 200 Gramm stellt kein Problem dar.
Einzig der Preis wird manchen abschrecken das Release zu kaufen.
Der Preis liegt zur Zeit bei etwas 250 Euro, wenn man aber die Spitzenrelease der Konkurzenz betrachtet so
"schiessen" diese alle in der selben preislichen Liga wie das Viper 1.

Was uns allerdings verwunderte, war, warum die Firma Feinwerkbau dieses doch sehr gute Release nicht
bewirbt z.B. in den div. Fachzeitschriften.
Wären wir nicht durch einen Zufall darauf gestoßen, hätten wir nicht das Vergnügen gehabt das Viper 1 zu schiessen.

Schade eigentlich!

Feinwerkbau Viper 1:

Pro:

*Vielfältige Einstellmöglichkeiten

*Überragende Verarbeitung

*Sehr wertig

*Durchdachte Konstruktion

Kontra:

*Gehäuseschrauben könnten aus Edelstahl sein

*Der Preis

02.08.2004

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